Dienstag, 15. Januar 2013

politisch korrekt

kennt jemand die bücher von otfried preussler? schöne, leicht angestaubte kinderbücher. für die kids von heute offenbar zu hoch, weil darin und in anderen älteren kinderbüchern wörter vorkommen, die heute anscheinend nicht mehr zu verstehen sind. dumm auch, wenn die eltern zu doof sind, ihren kleinen zu erklären, was solche wörter bedeuten.
zudem hat preussler damals gebräuchliche bezeichnungen wie "negerlein" oder "zigeuner" in seinem buch die kleine hexe benutzt. und weil so manche eltern offenbar nicht erklären mögen, was denn ein neger ist, sollen die "negerlein" nun aus dem buch verschwinden! meine güte, wie bescheuert ist das denn? vor allem, weil es in der szene keine echten schwarzen, sondern weiße kinder im faschingskostüm sind. bei mir bleiben die worte aber natürlich stehen.


Kommentare:

Paula hat gesagt…

Ich habs gestern auch in den Nachrichten gesehen und war entsetzt. Es kann ja wohl nicht sein, dass man Bücher einfach ausmistet und ihnen einen neuen Wortschatz verpasst!

oh-mimmi hat gesagt…

Ähnliches hab ich auch von meinem Lieblingscharakter, dem Pumuckl gehört: der soll nun kein Bier mehr trinken dürfen ...

Ich bin natürlich ganz Deiner Meinung: gerade im Gespräch mit den Kindern über solche Wörter kann man gut erklären, was "political correctness" heute bedeutet und was früher darüber gedacht wurde. Da werden die Kinder wirklich vor den falschen, bösen Geistern geschützt ... völlig überflüssig!

Christel

fraupanneschreibt hat gesagt…

och nö. das ist wie bei der hasenschule mit dem rohrstock.
am ende werden max und moritz auch nicht mehr gemahlen und verfüttert und der struwwelpeter kriegt keine finger mehr abgeschnitten? tststs.

mito. hat gesagt…

völlig schockiert war ich ja auch, dass pippis vater nicht mehr negerkönig ist, sondern irgendwas korrektes...

mito. hat gesagt…

ach ja: danke für den kommentar, paula!

fraupanneschreibt hat gesagt…

http://derstandard.at/1358304356344/Ein-Brief-sagt-mehr-als-1000-Worte eine andere wortmeldung zum thema

mito. hat gesagt…

danke für den artikel, frau panne. aber ich bleibe trotzdem dabei, texte so zu lassen, wie sie sind, äh, waren.